Enterprise Architecture als gelebte Praxis.

Eine EA-Plattform entfaltet ihren Wert erst bei der alltäglichen Anwendung in der Praxis. Wir gestalten das Betriebsmodell, das Metamodell und die zugehörige Governance so, dass Architektur ein verlässlicher Teil Ihrer Planungs- und Entscheidungsprozesse wird.

TOGAF & IT4IT Metamodell-Design

Warum die Methodik entscheidet

Ob eine Architekturpraxis trägt, entscheiden Betriebsmodell, Metamodell und Datenqualität, lange vor der Frage nach dem Werkzeug.

01

Architektur, die einbezogen wird

Wenn Architektur Teil von Portfolioplanung, Projektanträgen und Lifecycle-Entscheidungen ist, beziehen die Teams sie von sich aus ein, weil sie schneller zu besseren Entscheidungen führt.

02

Ein Modell, das Sie pflegen können

Wir modellieren bewusst weniger, als es typische Werkzeuge erlauben würden. Jeder Objekttyp, jede Beziehung und jedes Attribut muss eine konkrete Frage beantworten und von einer verantwortlichen Person gepflegt werden.

03

Daten, denen man vertraut

Klare Verantwortlichkeiten, definierte Update-Zyklen, Automatisierung und messbare Datenqualität sorgen dafür, dass das Inventar auch lange nach dem Go-live verlässlich bleibt.

04

Entscheidungen, die nachvollziehbar bleiben

Dokumentierte Prinzipien, definierte Entscheidungswege und befristete Ausnahmen machen Architekturentscheidungen überprüfbar, für Auditoren, für Nachfolger und zunehmend auch für KI-Systeme.

Was wir tun

Vom Framework
zur gelebten Praxis.

Wir bearbeiten die fünf Elemente, die über den Bestand einer Architekturpraxis entscheiden: ihre Position in der Organisation, ihre Methodik, ihr Modell, die Qualität ihrer Daten und die Art, wie sie Entscheidungen trifft.

01EA-Betriebsmodell

Ein klarer Platz in der Organisation.

Wir definieren, wofür Ihre Architekturfunktion verantwortlich ist und wofür nicht: die Rollen vom Enterprise- über den Domänen- bis zum Solution-Architekten, die Entscheidungsbefugnisse, das Mandat des Architecture Board und die Schnittstellen zu Portfolioplanung, Demand Management, Projektabwicklung und Betrieb. Ob der Zuschnitt zentral, föderiert oder gemischt ist: Er muss zur tatsächlichen Arbeitsweise Ihrer Organisation passen.

Was Sie davon habenEine Architekturfunktion mit klarem Mandat und definierten Schnittstellen, die früh einbezogen wird und nicht erst im Nachhinein.
  • Rollen & Entscheidungsrechte
  • Architecture Board
  • Zentral vs. föderiert
  • Prozessschnittstellen
BetriebsmodellCharta

Wo Architektur verankert ist.

MandatBeraten und entscheiden
RollenEnterprise · Domäne · Solution
BoardMonatlich, entscheidungsbefugt
SchnittstellenPortfolio · Projekte · Betrieb
ZuschnittFöderiert, zentrale Standards
02Methode & Frameworks

Frameworks mit Augenmaß angewendet.

TOGAF, IT4IT und ArchiMate liefern bewährte Struktur und ein gemeinsames Vokabular, sind aber nicht dafür gedacht, grundsätzlich vollständig eingeführt zu werden. Wir wählen die Teile aus, die Ihre Fragen beantworten, und dokumentieren das Ergebnis als Methode, der Ihre Architekten folgen können: Notationskonventionen, Vorlagen für die Ergebnistypen und die Modellierungstiefe je Ebene.

Was Sie davon habenEine dokumentierte, vermittelbare Methode, die zur Größe und zum Reifegrad Ihrer Organisation passt und auch nach einem Training angewendet wird.
  • TOGAF
  • IT4IT
  • ArchiMate-Notation
  • Methodendokumentation
Unsere Methodev1.0

Abgeleitet aus TOGAF, IT4IT & ArchiMate.

  • Notation: definierter ArchiMate-Ausschnitt
  • Ergebnistypen: Standardvorlagen, je eine Seite
  • Modellierungstiefe je Ebene vereinbart
  • In Arbeitssprache geschrieben
  • Jedes Element, das die Frameworks definieren
03Metamodell & Datendesign

Ein Metamodell für Ihre Fragestellungen.

Das Metamodell bestimmt, was Ihre Praxis beantworten kann und was es kostet, die Daten aktuell zu halten. Wir leiten es aus den Fragen ab, die Sie beantworten müssen: welche Objekttypen es gibt, wie Business Capability, Anwendung, Technologie, Datenobjekt und Prozess zusammenhängen, welche Attribute verpflichtend sind und wie tief die Taxonomien reichen müssen. Anschließend implementieren wir das Modell in Ihrer Plattform und dokumentieren es für die Architekten, die damit arbeiten.

Was Sie davon habenEin Modell, das Ihre tatsächlichen Fragen beantwortet, mit einem Pflegeaufwand, den Ihr Team dauerhaft leisten kann.
  • Objekt- & Beziehungsdesign
  • Attribute & Lifecycles
  • Taxonomien
  • Fragegetriebener Zuschnitt
Business Capability Prozess Anwendung Technologie Capabilities, Prozesse, Anwendungen undTechnologie in einem verbundenen Modell
04Datenverantwortung & Qualität

Datenqualität mit klarer Verantwortung.

Architekturdaten verlieren an Genauigkeit, wenn sie nicht aktiv gepflegt werden. Wir legen Verantwortlichkeiten je Objekttyp fest, definieren die Erhebungsprozesse und richten Erhebungs- und Review-Zyklen ein, die der zuständigen Person zum richtigen Zeitpunkt eine kurze, konkrete Frage stellen. Die Datenqualität wird anhand klarer Kennzahlen gemessen: Vollständigkeit je Domäne, überfällige Bestätigungen, verwaiste Objekte und Abweichungen von angebundenen Quellsystemen.

Was Sie davon habenEin Inventar, das auch nach dem Einführungsprojekt korrekt bleibt, mit Qualitätskennzahlen, die Sie jederzeit belegen können.
  • Verantwortungsmodell
  • Erhebungs- & Review-Zyklen
  • Qualitätsregeln
  • Qualitäts-KPIs
  • Abgleich mit Quellsystemen
ErhebungQ3-Zyklus

Drei Fragen an den Anwendungsverantwortlichen.

  • Ist die Anwendung bei Sales & Service noch im Einsatz?
  • Ist der Lifecycle-Status weiterhin „Aktiv“?
  • Sind Sie weiterhin verantwortlich?
Zeitaufwand90 Sekunden
Rücklaufquote94 % in diesem Zyklus
05Architektur-Governance

Dokumentierte Architekturentscheidungen.

Wir dokumentieren Architekturprinzipien, Standards und Referenzarchitekturen und gestalten den Umgang mit Änderungen: wann ein Review erforderlich ist, wer entscheidet, welche Nachweise nötig sind und wie Ausnahmen befristet genehmigt werden. Diese Governance umfasst auch Lifecycle- und Roadmap-Management, damit End-of-Life-Entscheidungen rechtzeitig sichtbar werden, bevor sie zu Störungen führen.

Was Sie davon habenSchnelle Entscheidungen und Nachverfolgbarkeit, damit sich in der standardisierten Landschaft keine dauerhaften Ausnahmen etablieren.
  • Prinzipien & Standards
  • Entscheidungswege
  • Befristete Ausnahmen
  • Lifecycle & Roadmaps
Decision RecordNr. 041

Ausnahme: Legacy-ESB bleibt für den Auftragsprozess bestehen.

EntscheidungGenehmigt, mit Ablaufdatum
Läuft abQ2 2027
NachfolgerIntegrationsplattform
Entschieden vonArchitecture Board

Anspruchsvolle Szenarien

Wo gelebte EA-Praxis
Werte schafft.

Manche Situationen setzen die Architektur besonders unter Druck: Unternehmenstransaktionen, Regulierung, Zertifizierungen und Transformationsprogramme mit festen Terminen. Entscheidend ist in allen Fällen, ob das EA-Inventar aktuell ist und die Methodik trägt.

Transaktionen

Mergers, Carve-outs und Divestitures

Integrationen und Aufspaltungen hängen davon ab, zu wissen, welche Anwendungen, Schnittstellen und Daten zu welchem Teil des Unternehmens gehören. Wir bilden beide Landschaften auf einem Capability-Modell ab, analysieren Abhängigkeiten vor der Aufspaltung und begleiten den Ausstieg aus Transitional Service Agreements.

EU-Regulierung

Regulatorische Resilienz

Regulierungen wie NIS2 und DORA machen ein gepflegtes Architekturinventar zur aufsichtsrechtlichen Anforderung, von Asset-Inventaren bis zum Register der IKT-Drittdienstleister. Wir strukturieren das Metamodell so, dass diese Meldungen direkt aus dem Repository entstehen.

Zertifizierung

Zertifizierungen und Auditfähigkeit

Zertifizierungen wie ISO 27001 oder TISAX verlangen dokumentierte Prozesse, Asset-Inventare mit Verantwortlichen und nachweisbar angewendete Kontrollen. Wir verbinden diese Anforderungen mit Ihren Repositories, damit Auditnachweise aus aktuellen Daten entstehen.

Transformation

ERP-Transformation mit festem Termin

Programme wie der Wechsel zu SAP S/4HANA sind mit Prozessentscheidungen ebenso wie mit Technologieentscheidungen verbunden. Wir liefern die Repositories für Schnittstellen und ERP-Add-ons sowie die Prozessbasis, auf die solche Programme angewiesen sind.

Konsolidierung

Rationalisierung des Anwendungsportfolios

Rationalisierung scheitert, wenn sie eine einmalige Übung bleibt. Wir verbinden eine Capability-basierte Bewertung des Portfolios mit den Verantwortlichkeiten und Review-Zyklen, die Entscheidungen aktuell und nachvollziehbar halten.

KI-Regulierung

AI Governance unter dem EU AI Act

Der EU AI Act verlangt zu wissen, welche KI-Systeme im Einsatz sind und welche Prozesse sie betreffen. Wir erfassen KI-Systeme in Ihrem Metamodell mit Risikoklasse, Verantwortung und Prozessbezug, und dieselbe Governance leitet die KI-gestützte Entwicklung.

Unabhängig vom Werkzeug

Erst die Methode,
dann die Plattform.

Wir setzen die Methode in Ihrer bestehenden Plattform um und sagen offen, wenn eine einfachere Lösung ausreicht. Metamodell, Governance und Verantwortungsmodell stehen am Anfang; die Konfiguration der Plattform folgt daraus.

SAP LeanIXMetamodell, Erhebungen und Governance passend zur Methode konfiguriert.
SAP SignavioProzessebene, verbunden mit dem Architekturmodell.
BizzdesignAlfabet und Unify, inklusive ArchiMate-basierter Modellierung.
ToolauswahlAnforderungen und Kriterien aus Ihrer Methode, nicht aus einer Featureliste.
Bestehende LandschaftWir arbeiten mit der Plattform, die Sie haben, bevor wir eine neue vorschlagen.
BefähigungRollenbasierte Trainings, damit die Methode auch nach der Übergabe wirksam bleibt.

Kommt Ihnen bekannt vor?

Wo steht
Ihre Praxis?

Ob Sie eine Architekturpraxis aufbauen, eine ins Stocken geratene Praxis neu ausrichten oder ein zu groß gewordenes Modell konsolidieren: Wir bewerten Ihren aktuellen Stand und entwickeln einen praktikablen Weg nach vorn.

Mit unseren EA-Experten sprechen
„Wir haben das Tool, aber niemand weiß, was hinein soll.“
„Unser Metamodell hat 40 Fact-Sheet-Typen. Wir nutzen sechs davon.“
„Die Daten wurden seit dem Go-live nicht mehr gepflegt.“
„Keine der gewährten Ausnahmen ist je ausgelaufen.“
„Von Projektentscheidungen erfahren wir erst im Nachhinein.“